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Scotch Whisky - Whisky aus dem bekanntesten Whiskyland der Welt

Das Wort Whisky verbindet oft man automatisch mit Schottland. Bis heute aber steht nicht fest, ob Schottland oder Irland das Ursprungsland des Whiskys ist. 
Sicher allerdings ist, dass Scotch Whisky, wie kein anderer für Qualität, Tradition und Lebenskultur steht. 
Die Schotten sind sehr stolz auf ihren Whisky und deswegen darf sich nur Whisky, der in Schottland hergestellt wurde, Scotch Whisky nennen.

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Herkunft und Geschichte:
Der erste schriftliche Nachweis für die Whiskydestillation in Schottland geht auf eine Urkunde aus dem Jahr 1494 zurück. Eine alte Steuerurkunde besagt: <<Acht Balls Malt für Bruder Cor, um damit Aqua-Vitae zu machen.>> Der Name Whisky leitet sich von dem gälischen Wort "Uisce Beatha", was übersetzt Lebenswasser bedeutet.
Die Schotten erkannten schnell den unersetzlichen Wert und Geschmack des Whiskys. So entwickelten sich mit der Zeit eine große Anzahl an Privatdestillerien. Jeder Klan destillierte seinen eigenen Whisky für den Eigengebrauch.
1644 entdeckte der Staat die Destillation als lohnende Einnahmequelle und besteuerte das geliebte Destillat. Das aber sollte die Schotten nicht davon abhalten ihr wohlgehütetes Lieblingsgetränk weiterhin zu produzieren. Die Schotten brannten von nun an größtenteils illegal. Der Staat betrachte diese Entwicklung mit Argwohn und schickte darauf hin eine Horde wildentschlossener Steuereintreiber in die nur schwer zugänglichen Highlands (=schottisches Hochland), wo der Whisky fast ausschließlich schwarz gebrannt wurde. Der Kampf zwischen den Steuereintreibern uns Schwarzbrennern war entbrannt.
Fast 200 Jahre hielt der Widerstand gegen die hohe Besteuerung des Whiskys an. 
Erst als 1823 der schottische Herzog von Gordon eine Steuersenkung durchsetzte wurden viele der illegalen Brenner einsichtig und beantragten eine Lizenz.
Somit hatten die vielen ehemaligen Schwarzbrenner eine bessere Möglichkeit ihren Whisky national und international zu verkaufen. Dies führte zur großen Verbreitung des schottischen Whiskys. Der eigentliche Siegeszug des Scotch Whiskys hatte begonnen. Allerdings störten sich viele, allen voran die Engländer, am stark rauchigen Geschmack des schottischen Whiskys. 
Dies veranlasste Robert Stein 1826 zur Erfindung des Patent-Destillierapparat, der 1831 von Aeneas Coffey verbessert wurde.
Von nun an konnte Whisky schneller, billiger und besser herstellt werden. Dies war ein Meilenstein in der "Industrialisierung" der Whiskyproduktion.


In den 50er Jahren des 19. Jahrhunderts machte der Schotte Andrew Usher die ersten erfolgreichen Versuche den härteren Malt Whisky mit dem milderen Grain Whisky zu verschneiden. 
Deshalb nennt man diesen Whisky Blended Whisky (to blend = mengen, mischen, verschneiden).
Begünstigt wurde die wachsende Beliebtheit des schottischen Whiskys auch durch die Reblausplage 1875 auf dem europäischen Kontinents, diese zerstörte dort innerhalb von 5 Jahren beinahe den ganzen Rebbestand. 
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Somit konnten vor allem die Cognacbrenner in der französischen Charente ihren beliebten Cognac nicht mehr brennen, was die trinkfreudigen Europäer auf den Whisky, insbesondere den schottischen, aufmerksam machte. Aber es war eher der Blended Whisky, der bei den Europäern ein hohes Ansehen genoss. Der harte Malt Whisky traf den Geschmack vieler Europäer nicht.
So erfreute sich der Blended Whisky, sehr zum Verdruss der Malt Whisky Hersteller, einer immer größer werdenden Beliebtheit. Dies veranlasste die Hersteller des Malt Whiskys einen Kampf gegen den Blend zu führen.
Sie behaupteten nur Malt Whisky dürfe sich als Scotch Whisky bezeichnen. 
Dieser Konflikt weitete sich so sehr aus, dass um 1909 ein Beschluss der königlichen Kommission für Ruhe sorgen sollte. Die Malt Whisky Hersteller mussten dabei allerdings eine Niederlage einstecken, auch Blended Whisky durfte sich Scotch nennen, was 1952 gesetzlich festgelegt wurde.
Nach dem ersten Weltkrieg erhöhte sich wieder einmal die Steuern auf Whisky, was einige kleinere Destillerien in den Ruin trieb.
In den letzten Jahren zeichnet sich ein Trend zu mehr Qualität statt Masse ab. Außerdem besinnt man sich wieder auf den legendären Malt Whisky.

Bei der Herkunft von Malt Whisky unterscheidet man zwischen "Lowlands" (= Tiefland) und "Highlands" (= Hochland). Blended Scotch und Grain Whisky unterteilt man nicht in einzelne Regionen, obwohl Grain Whisky meistens aus den Lowlands stammt.


Herstellung und Geschmack:

Single Malt Whisky
Malt Whisky wird ausschließlich aus Gerste hergestellt. Zuerst wird die Gerste gemälzt, dabei wird sie zum Keimen gebracht. Anschließend wird die gemälzte Gerste über einem Torffeuer getrocknet, was den Keimvorgang unterbricht.
Hierbei entsteht auch der für den Malt Whisky charakteristische Rauchgeschmack.
Nun wird das getrocknete Malz gemahlen und in reines Quellwasser gegeben. Die breiige und süße Flüssigkeit wird "wort" genannt Durch die Zugabe von Hefe findet die Gärung statt. Die entstandene Flüssigkeit (auch wash genannt) füllt man nun in sogenannte "Pot-Stills" (= zwiebelförmige Brennblase aus Kupfer), wo sie zweimal hintereinander destilliert wird. 
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Das farblose Destillat wird nun zur Reife in Eichenholzfässern gelagert. Während der Lagerung (meistens 10-15 Reifejahre) entsteht der für den Whisky typische Farbton und Charakter. 
Bei der Fasswahl verwendete man früher hauptsächlich Sherry-Fässer, die jedoch heute ziemlich teuer sind und deshalb oft durch Bourbon-Fässer ersetzt werden. 
Dies bietet sich an, da Bourbon Whiskey immer in neue Fässer eingelagert werden muss und diese dadurch nur einmal für Bourbon Whiskey verwendet werden können. 

Wenn ein Whisky nur aus einer Destillerie stammt und gleich nach der Reifung in Flaschen abgefüllt wird, so bezeichnet man ihn als Single Malt (single = einzig, einzeln). 

Informationen zu unterschiedlichen Single Malt Whisky.

Als Vatted Malt bezeichnet man hingegen, verschnittenen Malt Whisky, der aus mehreren Destillerien stammt. Alternativ findet man ab und zu die Bezeichnung Pure Malt und 100% Malt auf den Labels (= Etiketten).

Grain Whisky
Grain Whisky wird hauptsächlich aus Mais mit kleinen Zusätzen von gemälzter Gerste produziert. Der Grain Whisky wird kontinuierlich nach dem "Patent-Still" Verfahren gebrannt wird. Im Gegensatz zum Malt Whisky besitzt der Grain Whisky einen leichteren, nicht torfigen Geschmack. Außerdem reift er schneller als der Malt Whisky.
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Blended Whisky
Als Blended Whisky bezeichnet man einen Verschnitt aus Malt und Grain Whisky. Blended Whisky besteht teilweise aus bis zu 40 verschiedenen Sorten. Es ist nicht einfach einen konstanten Geschmack zu machen, da dieser von vielen verschiedenen Faktoren abhängt.
Wenn unterschiedlich lang gereifte Malt und Grain Whiskys verschnitten werden, so wird das Alter des jüngsten verwendeten Destillats angegeben. Für Blended Scotch (Blended Whisky aus Schottland) ist ein Mindestalter von 3 Jahren vorgeschrieben.

Scotch Whisky allgemein kann mit Wasser verdünnt werden, das oft in speziellen Wasserkrügen serviert wird.

Verschiedene Blended Whisky

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